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35.jpg Der Ätna entstand vor circa 500.000 Jahren aus Unterwasser-Eruptionen und bildet heute die Ebene von Catania. Die Eruptionen des Ätnas waren in der Geschichte unzählig, somit wurden sie in "alte Ausbrüche" und "neu Ausbrüche" geteilt.  
Die "alten Eruptionen" waren 135, eine recht begrenzte Anzahl angesichts der langen Zeit. Höchstwahrscheinlich existiert diese geringe Anzahl, weil dir Bevölkerung aus dieser Zeit nur die größten und eindrucksvollsten Ausbrüche aufzählten. Der beeindruckendste Ausbruch von den sogenannten „alten Ausbrüchen" war 396 v.Chr., welcher sich bis zum Meer erstreckte. Darüber hinaus ist der aus den Jahren 1329 und 1381 zu beachten, welche großen Schrecken unter der Bevölkerung verbreiteten, die in dieser Zone lebten. Die größte und schrecklichste Katastrophe allerdings fand im Jahre 1669 statt: Ein Strom aus Lava flie
βt ab in Richtung Meer und zerstört dabei große Teile Catanias.



Hier nun die Trennungslinie zwischen den „alten Ausbrüchen" und den „neuen Ausbrüchen". Der eindruckvollste und größte Ausbruch begann am 11.März im Jahre 1669 statt, welcher durch eine Raptur der Stadt Nicolosi verursacht wurde, die bis zum Zentralen Krater hinreichte. Unterhalb der Brüche begannen sich Münder zu öffnen und bildeten langsam kleine Gebirge, welche heute Monti Rossi genannt werden.

Beeinflusst von diesen Gebirgen entsteht ein endloser Magmafluss, der dann die Stadt Catania bis hin das Meer erreicht und überflutet. 

 

Zu erwähnen sind auch die darauffolgenden Ausbrüche: der Ausbruch von 1811 welcher den Monte Simone erzeugt der sich im Bovetal befindet. Der Ausbruch aus dem Jahre 1852 bedroht mit seiner Stärke die Stadt Zafferana Etnea, der von 1865 breitet sich in der Nähe von Monte Frumento aus, der von 1883 und der von 1886 drängt sich bis nach Nicolosi vor. Der Ausbruch von 1892 erzeugt die Monti Silvestri, welche sich bei einer Höhe von 1900 m, neben der Berghütte Sapienza auf dem südlichen Abhang des Vulkans befindet.

Bemerkenswerte Ausbrüche sind auch der aus dem Jahre 1908, der 8 Stunden dauerte und der von 1910 welcher dann die Stadt Belpasso bedrohte und der von 1911 welcher mit dem Lava den Fluss von Alcantara bedrohte.

eruzione2001.jpg

Der Ausbruch der allerdings am meisten Bestürzung und Verzweiflung erweckte, war der vom 6. und 7.November 1928, welcher die Siedlung von Mascali zerstörte. Nach einigen Ausbruchstagen, fließt das Lava von einer Spalte, welcher sich auf einer Höhe von 1000 m befindet und erreicht rasch die Stadt Mascali. Weitere Ausbrüche fanden zwischen 1947 und 1966 statt. Im Jahre 1971 überschwemmt eine Eruption sowohl die alte Sternwarte als auch Teile der Seilbahn, auf dem südlichen Abhang des Ätnas. Während des gleichen Ausbruchs, öffnen sich bei einer niedrigen Höhe verschiedene effusive Münder, welche dann die bewohnten Siedlungen von Fornazzo und Sant'Alfio bedrohen. Im gleichen Jahr bildet sich der vierte Kratergipfel: Der Südost-Krater. Welcher als Hauptdarsteller gekennzeichnet wird! Im Sommer 2001 hatte der Südost-Krater eine intensive und effusive Aktivität und Explosion. Die Großartigkeit dieses Ausbruchs waren die intensiven und gewaltsamen Explosionen, gefolgt durch Lavafontänen und einem Lavastrom in Richtung des Bovetales. Er dauert kurz an und wiederholte sich quasi jeden maximal jeden zweiten Tag. Auf diese Art und Weise nahm der Südost-Krater rasch an Höhe zu.

 

 

Die Grandiosität dieser Phänomene basierte einerseits auf den prächtigen Lavafontänen als auch auf den gewaltsamen Getösen des Vulkans, welche aus der Weite immer noch hörbar waren. Durch den Wind wurde der vulkanische Sand und seine Asche Richtung den Siedlungen auf den Abhängen des Ätnas zerstreut. Dieses bereitete dem Verkehr große Probleme vor und führte oftmals sogar zur Schließung des Flughafens von Catania.

 

Zerstörte Städte und Dörfer

 

Catania (693 a.C., 252 d.C., 1381, 1669); Trecastagni (1408); Adrano (1610); Randazzo (1614, 1981); Nicolosi (1634,1669); Belpasso (1669); Mompilieri (1669); Mascalucia (1669); Camporotondo (1669); San Giovanni Galermo (1669); San Pietro Clarenza (1669); Misterbianco (1669); Zafferana Etnea (1792); Bronte (1843);  Linguaglossa (1923); Mascali (1928); Milo (1950); Fornazzo (1950, 1972, 1979); Sant'Alfio (1972); Ragalna (1983).

 

 
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